Platysma & Buccinator: Die vergessenen Muskeln hinter Hals und Gesichtskontur | Neroli Cosmetics

Petra Schreiber

Teil 4: Platysma & Buccinator - Hals, Kontur und das große Vergessen

Zwei Muskeln, die kaum jemand behandelt


In den ersten drei Teilen dieser Serie habe ich Strukturen vorgestellt, die das Aussehen des Gesichts maßgeblich bestimmen: Masseter, Temporalis, Frontalis und SMAS.

Heute geht es um zwei Muskeln, die noch seltener in Behandlungskonzepten auftauchen, obwohl ihre Wirkung im Gesicht deutlich sichtbar ist.

Das Platysma. und der Buccinator.

Beide sind wesentlich an der Form des Gesichts beteiligt. In den meisten Behandlungen werden sie jedoch schlicht vergessen. Und beide lassen sich durch gezielte manuelle Arbeit wirkungsvoll beeinflussen.


Das Platysma: Der Halsmuskel, der das Gesicht zieht

Das Platysma ist ein flacher, dünner Hautmuskel, der den gesamten vorderen Halsbereich überspannt – von der Brust über das Schlüsselbein bis zu den Mundwinkeln und dem Unterkiefer. Es ist der einzige Gesichtsmuskel, dessen Ursprung sich außerhalb des Gesichts befindet.

Seine Funktion ist die Unterstützung des Mundes beim Öffnen und bestimmter Gesichtsausdrücke. Mit der Zeit — durch Alterung, Schwerkraft, Muskelspannung und Bindegewebsverlust — beginnt das Platysma jedoch zu erschlaffen und zu ziehen.


Das macht sich sichtbar bemerkbar:

 

  • Halsfalten und die sogenannten Platysma-Bänder – vertikale Stränge am Hals, die beim Anspannen deutlich hervortreten.
  • Ein undefinierter Übergang von Kinn zu Hals, der oft als „Doppelkinn” wahrgenommen wird.
  • Mundwinkel, die nach unten gezogen werden – nicht durch Erschlaffung der Wange, sondern durch den Zug des Platysmas von unten.
  • Ein insgesamt schwerer wirkendes unteres Gesichtsdrittel.

 

Das Platysma ist faszial direkt mit dem SMAS verbunden, dem faszialen Netz, das ich in Teil 3 vorgestellt habe. Eine Erschlaffung des Platysmas wirkt sich deshalb unmittelbar auf das gesamte mittlere und untere Gesichtsdrittel aus.


Der Buccinator – der Wangenmuskel, den niemand sieht

Der Buccinator ist ein tiefer Wangenmuskel, der die Wangenwand von innen bildet. Er liegt direkt unter der Mundschleimhaut und ist deshalb von außen nicht direkt erreichbar. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Wangen unter Druck zu halten, etwa beim Kauen, Blasen oder Saugen.

Was ihn besonders macht: Er ist durch seine Lage der am tiefsten gelegene der mimischen Muskeln und direkt mit dem Masseter verbunden. Wenn der Masseter – wie in Teil 1 beschrieben – chronisch verspannt ist, überträgt sich diese Spannung auch auf den Buccinator.

 

Die Folgen:


  • Verlorenes Wangenvolumen – die Wange wirkt flacher und eingefallen.
  • abgesunkene Wangenkontur und weniger Definition
  • Verstärkte Nasolabialfalten durch den Gewebezug.
  • Das Gesicht wirkt asymmetrisch, wenn eine Seite stärker betroffen ist.

 

Da der Buccinator von außen nicht direkt zu erreichen ist, erfordert seine Behandlung einen besonderen Zugang.

 

Die Buccal-Massage: der direkte Weg von innen

Genau hier setzt die Buccal-Massage an – eine Technik, die ich in meiner Praxis regelmäßig anwende und die fester Bestandteil der Bio-Fazialen Massage ist.

Durch die Mundschleimhaut wird der Musculus buccinator direkt von innen behandelt. Dadurch ist eine Präzision möglich, die mit keiner externen Technik erreichbar ist: Der Muskel kann gezielt entspannt, mobilisiert und in seiner Elastizität wiederhergestellt werden.

Gleichzeitig arbeite ich von außen am Platysma – mit spezialisierten Grifftechniken entlang des Halses, des Kiefers und der Wangenregion.

 

Das Ergebnis dieser kombinierten Arbeit ist:

  • Das untere Gesichtsdrittel hebt sich sichtbar.
  • Die Kinnlinie wird klarer und definierter.
  • Mundwinkel, die nach unten ziehen, entspannen sich.
  • Die Wangenkonturen gewinnen an Volumen und Frische.
  • Hals und Kinn-Übergang wirken straffer.

 

Am meisten profitieren Kundinnen und Kunden, die besonders unter Kieferverspannungen leiden oder bei denen die Wangenkontur im Vordergrund steht, von dieser kombinierten Behandlung.


Warum Hals und Gesicht immer zusammen behandelt werden sollten

Ich habe beobachtet, dass viele Behandlungen ausschließlich das Gesicht fokussieren und den Hals außen vor lassen. Das ist ein Fehler.

Der Hals stellt schließlich den direkten Übergang zwischen Körper und Gesicht dar. Das Platysma verbindet beide Bereiche. Wenn der Hals nicht in die Behandlung einbezogen wird, bleibt das Ergebnis unvollständig – wie ein Bild ohne Rahmen.

In meiner Bio-Fazialen Massage ist der Halsbereich deshalb immer Teil des Konzepts. Er ist kein Zusatz, sondern ein integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Behandlung.


Was kommt als Nächstes?   Teil 5 der Serie — der Abschluss: Bruxismus — der stille Gesichtsveränderer.

Erfahren Sie, warum das nächtliche Zähnepressen weit mehr verändert als nur die Zähne — und was die Bio-Faziale Massage dagegen tun kann.

  • Teil 5 erscheint in zwei Wochen. Abonnieren Sie den Neroli-Newsletter, um keinen Teil zu verpassen.

 

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Ich berate Sie gern — persönlich, unverbindlich, individuell auf Ihr Gesicht abgestimmt. Für Frauen und Männer.


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