Hormone & Haut - Akne Teil 1

Petra Schreiber

Akne

Einfluss von Hormonen und Wachstumsfaktoren

1.    Was ist Akne?


Akne (medizinisch: Acne vulgaris) ist die weltweit häufigste Hauterkrankung. Besonders häufig kommt sie in der Pubertät vor: Zwischen 70 und 95 % aller Heranwachsenden sind von Akne betroffen. Bei den meisten davon handelt es sich um milde Verlaufsformen. Grund für diese hohen Zahlen im Jugendalter sind hormonelle Umstellungen. Männliche Hormone (z.B. Testosteron) nehmen mit Beginn der Pubertät zu.


Die Fakten auf einen Blick:


  • Akne ist die häufigste Hautkrankheit in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter.
  • Prävalenz von 60 bis 95 % bei Jugendlichen.
  • Beide Geschlechter sind betroffen - Männliches Geschlecht häufiger betroffen.
  • Bei Frauen besteht die Akne häufiger (ca. 10 %) über das 25. Lebensjahr hinaus (Acne tarda).
  • Bei familiärer Veranlagung ist Akne häufig mit einem schwereren und langwierigeren Krankheitsverlauf verbunden.
  • Je früher die Akne beginnt, desto massiver sind Ausprägung und Verlauf.
  • In der Pubertät kann Akne stark belasten.
  • Aknepickel sind hartnäckiger als gewöhnliche Pickel und Mitesser.
  • Ab einem Alter von ungefähr 20 Jahren geht die Akne oft von selbst zurück.
  • Es gibt zahlreiche Medikamente gegen Akne – zum Auftragen auf die Haut, aber auch zum Einnehmen.

 

Die Behandlung erfordert Geduld!

 

Wie kann man Akne ganzheitlich behandeln?

Es gibt zahlreiche verschiedene Faktoren, die eine Akne-Haut sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können. Dein Lebensstil, Deine Ernährung, medizinische Wirkstoffe, Deine Hautpflege – all das hat großen Einfluss auf Deine Haut.

 

Akne – Was ist wichtig zu wissen, um sie in Griff zu bekommen?

Um die richtige Behandlung und Pflege der Akne umzusetzen, muss man verstehen, was alles unter dem Begriff "Akne" verstanden wird.

Eine Reise vom Aufbau und Funktion der Haut bis zur richtigen Pflege bei Akne. Wusstest Du, dass unsere Haut unser größtes Organ ist? Mit einer Fläche von fast 2 qm hat sie viele wertvolle Aufgaben.

Zu Beginn befassen wir uns mit dem "Aufbau und Funktion unserer Haut" und wollen den faszinierenden Mikrokosmos unserer Haut genauer erkunden.

 

Unsere Haut ist ein beeindruckendes Organ, das weit mehr ist als nur eine äußere Hülle.

Sie schützt uns vor

  • schädlichen Umwelteinflüssen,
  • reguliert unsere Körpertemperatur und ist
  • an zahlreichen lebenswichtigen Funktionen beteiligt.

 

Um zu verstehen, wie unsere Haut mit Akne in Verbindung steht, befassen wir uns zuerst mit den verschiedenen Aspekten des Hautaufbaus und ihrer Funktionen.

 

Unsere Haut besteht aus drei Hauptschichten:

1.            Epidermis (Oberhaut)

2.           Dermis (Lederhaut)

3.          Subkutanes Fettgewebe (Unterhautfettgewebe)

 

Jede Schicht hat ihre spezifischen Aufgaben und ist für die Gesundheit und das Aussehen unserer Haut von entscheidender Bedeutung.

 

Hautstruktur, -schichten und Funktion:


Die Epidermis ist die oberste Schicht und bildet die äußerste Barriere unserer Haut.

Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen wie Bakterien, Chemikalien und UV-Strahlen.

Außerdem erneuert sie sich kontinuierlich und schützt vor Feuchtigkeitsverlust.

 

Darunter liegt die Dermis, die zahlreichen Blutgefäße, Haarfollikel, Schweiß- und Talgdrüsen enthält.

Sie enthält Kollagen und Elastin, die für die Festigkeit und Elastizität der Haut verantwortlich sind.

Unterhalb der Dermis liegt die subkutane Schicht, die hauptsächlich aus Fettgewebe besteht und unserer Haut Isolierung und Polsterung bietet. Die subkutane Schicht fungiert als Energiespeicher und Isolator.

 

Die Rolle der Hautflora:

Die Hautflora ist ein wichtiger Teil unserer Haut. Sie besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, die in einem natürlichen Gleichgewicht stehen und eine entscheidende Rolle für die Gesundheit unserer Haut spielen.

Sie unterstützen

  • das Immunsystem,
  • schützen vor schädlichen Mikroorganismen und
  • regulieren den pH-Wert der Haut.

 

Wenn das Gleichgewicht der Hautflora gestört wird, kann das zu Problemen führen. Zum Beispiel können aggressive Reinigungsmittel und antibiotische Hautbehandlungen das Gleichgewicht stören und die Anfälligkeit für Akne erhöhen.


Talgproduktion und Poren:

Talg ist ein natürliches Hautöl, das von den Talgdrüsen produziert wird. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Hautfeuchtigkeit und -schutz. Wenn die Talgproduktion aus dem Gleichgewicht gerät, führt das zu verstopften Poren und Akne. Die Poren sind winzige Öffnungen in unserer Haut, durch die der Talg an die Oberfläche gelangt. Bei einer übermäßigen Talgproduktion können die Poren verstopfen und es entstehen Mitesser oder Entzündungen.

Es ist also von entscheidender Bedeutung, die Zusammenhänge zwischen Talgproduktion und Poren zu verstehen. Nur so können wir die Entstehung von Akne verstehen und geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung ergreifen.

 

Erweiterte und verstopfte Poren sind ein häufiges Problem bei Menschen mit Akne. Sie können dazu führen, dass die Haut uneben aussieht und anfälliger für Hautunreinheiten wird. Es ist wichtig zu verstehen, wie Poren funktionieren, um wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Hautgesundheit ergreifen zu können.

Poren sind winzige Öffnungen in der Haut, durch die Talg (Hautöl) an die Oberfläche gelangt. Bei manchen Menschen neigen die Poren dazu, sich zu vergrößern und sichtbarer zu werden. Dies kann auf genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen, übermäßige Talgproduktion, Sonnenschäden oder die Ansammlung abgestorbener Hautzellen zurückzuführen sein.

 

Was sind erweiterte Poren?

Erweiterte Poren entstehen, wenn die Talgdrüsen zu viel Talg produzieren, der sich in den Poren sammelt. Dadurch erscheinen die Poren sichtbar vergrößert. Erweiterte Poren treten häufig in der T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) auf und können zu einem unregelmäßigen Hautbild führen.

Um erweiterte Poren zu erkennen, kann man einen Blick in den Spiegel werfen und auf sichtbare Poren in der T-Zone achten. Sie können größer und unregelmäßig erscheinen. Erweiterte Poren können auch leichter verstopfen, was zu Mitessern und Hautunreinheiten führen kann.

 

Was sind verstopfte Poren?

Verstopfte Poren entstehen, wenn sich überschüssiger Talg, abgestorbene Hautzellen und Schmutz in den Poren ansammeln. Dies kann zu Mitessern, Pickeln und Entzündungen führen. Verstopfte Poren können an verschiedenen Stellen im Gesicht auftreten und lassen die Haut unrein erscheinen.

Verstopfte Poren erkennt man daran, dass sich an bestimmten Stellen im Gesicht kleine schwarze Punkte (Mitesser) oder Pickel bilden. Verstopfte Poren können auch zu einem rauen Hautbild führen.

 

Tipps zur Behandlung erweiterter und verstopfter Poren


  1. Regelmäßige Reinigung: Eine gute Reinigungsroutine ist entscheidend, um überschüssigen Talg und Schmutz zu entfernen. Verwende milde Reinigungsprodukte, die speziell für die Haut mit erweiterten und verstopften Poren entwickelt wurden. Reinige das Gesicht morgens und abends gründlich, um Verunreinigungen zu beseitigen.
  2. Exfoliation: Durch regelmäßiges Peeling oder die Verwendung von chemischen Peelings können abgestorbene Hautzellen entfernt und verstopfte Poren gelöst werden. Achte darauf, ein sanftes Peelingprodukt (am besten Enzympeeling) zu verwenden, um Deine Haut nicht zu reizen. Führe ein bis zweimal pro Woche ein Peeling durch, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Poren zu klären.
  3. Feuchtigkeitsspendende Pflege: Verwende eine leichte, nicht komedogene Feuchtigkeitscreme, um Deine Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, ohne die Poren zu verstopfen. Eine gut hydratisierte Haut kann dazu beitragen, die Talgproduktion zu regulieren und die Poren zu verfeinern.
  4.  Sonnenschutz: Nicht vergessen, die Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen, indem täglich ein breitbandiger Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 aufgetragen wird.


Vermeidung von Mitessern:  Verzichte auf das Ausdrücken von Mitessern, da dies die Entstehung von Entzündungen begünstigen kann. Das Ausdrücken von Mitessern kann zu Infektionen führen und Narben hinterlassen.

 

Behandlungsoptionen:  In einigen Fällen können spezielle Behandlungen wie chemische Peelings, Mikrodermabrasion, Microneedling oder Lasertherapie hilfreich sein, um erweiterte Poren zu minimieren. Konsultiere hierfür einen Dermatologen oder Kosmetiker/in, die passende Behandlungsoptionen empfehlen können.


2. Was verursacht Akne?

 

Hormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Verschlimmerung von Akne,

  • insbesondere in der Pubertät,
  • während des weiblichen Zyklus,
  • bei der Einnahme der Pille und sogar
  • in den Wechseljahren.

 

Auch Männer haben einen „Zyklus“, aber im Gegensatz zu Frauen ändert sich ihr Hormonstatus im Laufe des Tages.

 

Warum sind Hormone bei Akne wichtig?


Akne ist eine hormonell bedingte Hauterkrankung, die durch eine Überproduktion von Talg (Sebum) und eine Verstopfung der Talgdrüsen gekennzeichnet ist. Hormonelle Veränderungen können die Talgproduktion beeinflussen und das Wachstum von Propionibacterium acnes (P. acnes) begünstigen, einer Bakterienart, die Entzündungen und die Bildung von Mitessern, Pickeln und entzündlichen Läsionen verursacht.


Hormone in der Pubertät:

Die Pubertät ist eine Zeit intensiver hormoneller Veränderungen. Die vermehrte Produktion von Androgenen, insbesondere Testosteron, stimuliert die Talgdrüsen und führt zu einer erhöhten Talgproduktion. Gleichzeitig können die Hormone das Wachstum von P. acnes fördern, was zu einer Verschlimmerung der Akne führt.


Der weibliche Zyklus und seine Auswirkungen auf die Haut:

Der weibliche Zyklus ist durch hormonelle Schwankungen gekennzeichnet. In den verschiedenen Phasen des Zyklus, der menstruellen, follikulären, ovulatorischen und lutealen Phase, ändert sich auch der Zustand der Haut. Während einige Phasen zu einer Verbesserung des Hautbildes führen, können andere zu einer Verschlechterung der Akne beitragen.

Die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel, insbesondere der Pille, kann bei manchen Frauen die Akne verschlimmern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass einige Pillen antiandrogene Wirkstoffe enthalten, die die Wirkung von Androgenen blockieren und dadurch die Talgproduktion verringern können. Wichtig ist, dass nicht alle Pillen die gleiche Wirkung auf die Haut haben, da die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe variieren kann.


Testosteron beim Mann und seine Wirkung:

Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und spielt auch bei der Entstehung von Akne eine Rolle. Eine erhöhte Testosteronproduktion kann die Talgproduktion steigern und das Akne-Risiko bei Männern erhöhen. Obwohl Männer keinen Zyklus haben, können Hormonschwankungen auch bei ihnen auftreten.


Wechseljahre und Hormonumstellung:

Die Wechseljahre sind eine Phase im Leben einer Frau, in der die Produktion von Östrogen und Progesteron abnimmt. Diese hormonellen Veränderungen können zu einer Verschlechterung der Akne führen, insbesondere bei Frauen, die bereits in ihrer Jugend unter Akne litten.


Um den Zusammenhang zwischen Hormonen und Akne besser zu verstehen, können Hormonuntersuchungen hilfreich sein. Dabei werden verschiedene Hormonspiegel im Blut gemessen. Auch die Empfindlichkeit der Rezeptoren für Androgene spielt bei der Entstehung von Akne eine Rolle. Eine erhöhte Rezeptorsensitivität kann zu einer verstärkten Reaktion der Talgdrüsen auf Androgene und damit zu einer vermehrten Talgproduktion führen.

 


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Ihre Petra Schreiber

Neroli Cosmetics - Informationen und Wissenswertes

von Petra Schreiber 8. Februar 2026
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von Petra Schreiber 2. Februar 2026
Frühe Warnsignale der Haut, bevor sie laut wird Die leisen Vorboten Texturveränderungen, die man fühlt, bevor man sie sieht: Feinste Rauigkeit beim Überstreichen, auch wenn die Haut noch glatt aussieht Minimale "Knötchen" unter der Oberfläche – Verhornungsstörungen im Anfangsstadium Leichte Unebenheiten, die sich anfühlen wie feinster Sandpapier-Hauch Subtile optische Veränderungen: Mattheit trotz ausreichender Pflege – das innere Leuchten fehlt Feine Linien, die sich morgens schneller zeigen und langsamer zurückbilden Poren, die minimal vergrößert wirken, besonders in der T-Zone Leicht unebener Teint – wie ein zarter Schleier über dem eigentlichen Hautbild Die Haut-Seele-Verbindung Verhaltensänderungen als Frühwarnsystem: Vermehrtes unbewusstes Berühren des Gesichts Häufigeres Kontrollieren im Spiegel Der Griff zu reichhaltigeren Cremes, obwohl die bisherige Routine eigentlich passte Intensiveres oder häufigeres Reinigen – der Versuch, etwas "wegzubekommen" Empfindungsveränderungen: Diffuses Spannungsgefühl, das sich nicht klar lokalisieren lässt Leichtes Kribbeln oder Wärmegefühl ohne sichtbare Rötung Die Haut "fühlt sich anders an" – oft schwer zu beschreiben, aber deutlich spürbar Ungewohnte Reaktionen auf vertraute Produkte Mein professioneller Blick als Kosmetikerin und Hautmentorin Bei der Berührung erspürbar: Minimale Temperaturunterschiede in verschiedenen Gesichtspartien Veränderte Elastizität – die Haut federt minimal langsamer zurück Feinste Schwellungen, besonders periorbital Subtile Veränderungen der Hautdicke Im Gespräch hörbar: "Ich weiß nicht genau, aber irgendetwas ist anders" Häufigeres Nachfragen zu Produkten oder Routine Erwähnung von Stressoren, die scheinbar "nebenbei" fallen Veränderungen im Schlafmuster oder in Ernährungsgewohnheiten Die systemischen Zusammenhänge Hormonelle Vorboten: Zyklische Mini-Veränderungen werden ausgeprägter Leichte Verschiebung, wann im Zyklus Unreinheiten auftreten Minimale Talgproduktionsänderungen Stress-Indikatoren: Feinste Verspannungen in der Mimikmuskulatur Leicht veränderte Durchblutung – Blässe oder fleckige Rötungen Minimale Schwellungsneigung, besonders morgens Mein ganzheitlicher Ansatz Was diese frühen Signale besonders wertvoll macht: Sie sind der Moment, wo präventive Hautbegleitung den größten Unterschied macht. Nicht erst reagieren, wenn die Haut "schreit", sondern schon verstehen, wenn sie "flüstert". Meine einzigartige Kombination aus Derma-Hormon-Expertise und Coaching-Kompetenz ermöglicht genau das: die feinen Zusammenhänge zwischen inneren Prozessen und äußeren Hautveränderungen zu erkennen und ganzheitlich zu begleiten. Die Kunst liegt darin, diese subtilen Zeichen nicht als "noch nicht behandlungsbedürftig" abzutun, sondern als Einladung zur achtsamen Begleitung zu verstehen – bevor Intervention nötig wird. Ihre Petra Schreiber
von Petra Schreiber 21. Januar 2026
Hauttyp vs. Hautbild: Die fundamentalen Unterschiede verstehen In der professionellen Hautpflege und Kosmetik werden die Begriffe "Hauttyp" und "Hautbild" häufig synonym verwendet – dabei beschreiben sie völlig unterschiedliche Aspekte unserer Haut. Für eine fundierte Hautanalyse und die richtige Behandlungswahl ist es essenziell, diese Unterscheidung zu verstehen. Was ist der Hauttyp? Der Hauttyp ist genetisch festgelegt und bleibt ein Leben lang weitgehend konstant. Er beschreibt die grundlegende Beschaffenheit der Haut, insbesondere ihre Talgproduktion. Die klassische Einteilung nach Baumann unterscheidet vier Grundtypen: Normale Haut zeigt eine ausgewogene Talgproduktion mit feinen Poren, einem ebenmäßigen Teint und kaum Unreinheiten. Sie ist weder zu trocken noch zu fettig und gilt als unkompliziert in der Pflege. Trockene Haut produziert zu wenig Talg und neigt zu Spannungsgefühlen, feinen Linien und rauer Textur. Die Poren sind kaum sichtbar, die Haut kann leicht schuppig wirken. Fettige Haut zeichnet sich durch übermäßige Talgproduktion aus, was zu vergrößerten Poren, Glanz besonders in der T-Zone und erhöhter Neigung zu Unreinheiten führt. Mischhaut kombiniert verschiedene Hauttypen, typischerweise eine fettige T-Zone mit normaler bis trockener Haut an Wangen und Schläfen. Was ist das Hautbild? Das Hautbild hingegen beschreibt den aktuellen Zustand der Haut und kann sich im Laufe des Lebens verändern. Es wird durch innere und äußere Faktoren beeinflusst und kann gezielt behandelt werden. Das Hautbild zeigt, wie sich die Haut momentan präsentiert, unabhängig vom genetischen Grundtyp. Grundtypen von Hautbildern Unreine Haut manifestiert sich durch Mitesser, Pickel und entzündliche Läsionen. Sie kann bei jedem Hauttyp auftreten, auch wenn fettige Haut häufiger betroffen ist. Empfindliche Haut reagiert schnell auf äußere Reize mit Rötungen, Brennen oder Juckreiz. Diese Reaktivität kann durch eine geschwächte Hautbarriere bedingt sein. Reife Haut zeigt altersbedingte Veränderungen wie feine Linien, Falten, Volumenverlust und Pigmentverschiebungen. Die Hauterneuerung verlangsamt sich, die Elastizität nimmt ab. Feuchtigkeitsarme Haut unterscheidet sich von trockener Haut dadurch, dass nicht Lipide, sondern Wasser fehlt. Sie kann auch bei fettigem Hauttyp auftreten und fühlt sich gespannt an, ohne unbedingt schuppig zu sein. Erworbene Hautbilder und Hautzustände Hyperpigmentierung entsteht durch übermäßige Melaninproduktion und zeigt sich als dunkle Flecken oder ungleichmäßiger Teint. Auslöser können UV-Strahlung, hormonelle Veränderungen oder Entzündungen sein. Couperose und Rosacea sind Gefäßerweiterungen, die zu dauerhaften Rötungen führen. Während Couperose meist kosmetisch störend ist, stellt Rosacea eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung dar. Periorale Dermatitis zeigt sich als kleinfleckiger Ausschlag um Mund, Nase und Augen, oft ausgelöst durch übermäßige Pflege oder Kortisoneinsatz. Seborrhoisches Ekzem manifestiert sich durch schuppende, gerötete Hautstellen, besonders in talgdrüsenreichen Regionen wie Gesicht und Kopfhaut. Neurodermitis ist eine chronische, schubweise verlaufende Hauterkrankung mit stark juckenden, entzündeten Hautarealen und gestörter Barrierefunktion. Verhornungsstörungen führen zu verdickter Hornschicht und unebener Hauttextur, oft verursacht durch mangelnde Abschilferung abgestorbener Hautzellen. Krankheitsbedingte Hautzustände Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel, die sich in verschiedenen Schweregraden manifestieren kann – von leichten Mitessern bis zu tiefen, zystischen Läsionen. Psoriasis (Schuppenflechte) zeigt sich durch scharf begrenzte, gerötete Plaques mit silbrigen Schuppen, verursacht durch beschleunigte Zellteilung. Vitiligo ist eine Pigmentstörung, bei der Melanozyten zerstört werden und depigmentierte Hautareale entstehen. Krebstherapiebedingte Hautveränderungen umfassen ein breites Spektrum an Reaktionen. Chemotherapie kann zu Trockenheit, erhöhter Empfindlichkeit, Verfärbungen und Entzündungen führen. Strahlentherapie verursacht häufig Rötungen, Brennen und langfristige Pigmentveränderungen im bestrahlten Bereich. Die Haut wird dabei besonders vulnerabel und benötigt speziell abgestimmte, sanfte Pflege. Die praktische Bedeutung der Unterscheidung Für die kosmetische Behandlung ist es entscheidend, sowohl den Hauttyp als auch das aktuelle Hautbild zu berücksichtigen. Eine Kundin mit genetisch trockener Haut kann etwa zusätzlich ein unreines Hautbild durch hormonelle Schwankungen entwickeln. Die Behandlung muss dann beide Aspekte adressieren. Der Hauttyp bestimmt die Grundpflege, das Hautbild die spezifischen Behandlungen und Wirkstoffe . Während wir den genetischen Hauttyp nicht verändern können, lässt sich das Hautbild durch gezielte Maßnahmen deutlich verbessern. Eine professionelle Hautanalyse erfasst beide Dimensionen und ermöglicht so eine individuell optimierte Pflegestrategie. Die Kenntnis dieser Unterscheidung erlaubt es, Hautprobleme präzise zu identifizieren und effektiv zu behandeln, statt mit pauschalen Lösungen zu arbeiten. Gerade bei komplexen Hautzuständen oder krankheitsbedingten Veränderungen ist diese differenzierte Betrachtung der Schlüssel zu erfolgreicher Hautpflege. Kennen Sie Ihren Hauttyp bzw. Ihr Hautbild? Petra Schreiber
von Petra Schreiber 21. Januar 2026
Ruhe ist Kraft: Warum beruhigende Hautpflege mehr ist als nur Kosmetik Wenn Ihre Haut im Dauerstress ist Kennen Sie das Gefühl, wenn Ihre Haut einfach nicht zur Ruhe kommt? Rötungen, die nicht verschwinden wollen. Entzündungen, die immer wiederkehren. Ein Teint, der nie wirklich ausgeglichen wirkt. Ihre Haut steckt möglicherweise in einem Teufelskreis: Bakterien, Umweltstressoren oder Empfindlichkeiten versetzen sie in einen permanenten Alarmzustand. In diesem erhöhten Spannungszustand kann sie nicht richtig regenerieren – und das Ergebnis sehen wir täglich im Spiegel: Rötungen, Entzündungen, Akne oder Rosazea. Der Unterschied zwischen Symptombekämpfung und echter Heilung Viele Behandlungen konzentrieren sich darauf, Symptome zu überdecken. Mit Neroli Cosmetics gehe ich einen anderen Weg: Ich helfe Ihrer Haut, von innen heraus zu heilen. Meine Calming-Facial-Treatments mit den hochwirksamen CIRCADIA-Produkten wurden genau für diesen Zweck entwickelt. Diese Signature-Behandlungen von CIRCADIA vereinen wissenschaftlich fundierte Wirkstoffe mit einer beruhigenden, regenerierenden Behandlungserfahrung. Das Besondere: Wir arbeiten im Einklang mit dem natürlichen Tagesrhythmus Ihrer Haut – denn Zellregeneration und Zellumsatz folgen einem circadianen Rhythmus, den wir gezielt unterstützen können. CIRCADIA steht für Chronobiologie in der Hautpflege – eine Philosophie, die den natürlichen Rhythmus der Haut respektiert und nutzt, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Drei Helden für Ihre Hautberuhigung 1. Kakao die unterschätzte Heilkraft Roher Kakao ist weit mehr als eine Genusszutat. Seine Polyphenole und Flavonoide wirken entzündungshemmend und neutralisieren freie Radikale auf zellulärer Ebene. Das Theobromin im Kakao fördert die Mikrozirkulation und verbessert die Versorgung Ihrer Hautzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gleichzeitig stärken seine natürlichen Lipide die Hautbarriere. In der CIRCADIA Cocoa Enzyme Mask wird diese Kraft mit sanften Fruchtenzymen aus Papaya und Ananas kombiniert – für eine Behandlung, die selbst empfindlichste Haut beruhigt, während sie sanft erneuert. 2. Topischer Sauerstoff – Bakterien haben keine Chance Die charakteristische CIRCADIA Oxygen RX Mask ist ein Game-Changer für zu Akne und Rosazea neigende Haut. Sauerstoff schafft ein Milieu, in dem Aknebakterien nicht überleben können. Gleichzeitig beschleunigt er die Zellregeneration, reduziert oxidativen Stress und fördert die ATP-Produktion für den Energiestoffwechsel der Hautzellen. Das Ergebnis: klarere, ruhigere und ausgeglichenere Haut – oft schon nach der ersten Anwendung sichtbar. 3. CM-Glucan Forte – Ihr Immunbooster für die Haut Dieser hochmoderne CIRCADIA-Wirkstoff stärkt das natürliche Abwehrsystem Ihrer Haut. Er aktiviert Langerhans-Zellen, moduliert Entzündungsreaktionen und stimuliert die Fibroblastenfunktion. In Kombination mit Allantoin und Calamin in der CIRCADIA Alpha Gel Mask entsteht eine Behandlung, die nicht nur beruhigt, sondern die Hautbarriere nachhaltig stärkt. Was Sie spüren werden Unmittelbar nach der Behandlung erleben Sie eine Haut, die: Tief hydratisiert und geglättet ist Sichtbar weniger gerötet erscheint Sich erfrischt und beruhigt anfühlt Einen natürlichen, gesunden Glow zeigt Langfristig verbessert sich die Fähigkeit Ihrer Haut, sich auf zellulärer Ebene zu heilen und zu regenerieren. Das Ergebnis ist eine stärkere, widerstandsfähigere Haut, die besser für den täglichen Stress gewappnet ist. Für wen ist das Calming Facial geeignet? Diese CIRCADIA Signature-Behandlung wurde speziell entwickelt für: Akne und unreine Haut Rosazea und Couperose Empfindliche, zu Rötungen neigende Haut Geschädigte oder gestresste Haut Alle, die ihrer Haut eine tiefe Beruhigung schenken möchten Ihre Einladung zur Ruhe In unserer hektischen Welt ist Ruhe zur Mangelware geworden – auch für unsere Haut. Das Calming Facial-Treatment ist mehr als eine kosmetische Behandlung. Sie ist eine Einladung an Ihre Haut, aus dem Stressmodus auszusteigen und in den Heilungsmodus überzugehen. Denn wahre Schönheit entsteht nicht durch Überdecken, sondern durch echte, tiefe Regeneration. Möchten Sie Ihrer Haut diese Auszeit schenken? Vereinbaren Sie Ihren Termin für ein Calming Facial. Gemeinsam finden wir auch heraus, welche Kombination der CIRCADIA-Produkte für Ihre individuellen Hautbedürfnisse optimal sind.  Ihre Petra Schreiber Ihre Expertin für medizinische Kosmetik und Derma-Hormon-Balance
von Petra Schreiber 12. Dezember 2025
Schönheit mit Bedacht: Warum gerade junge Haut keine „Optimierung" braucht Ein Plädoyer für natürliche Schönheit und ganzheitliche Hautpflege in Zeiten des Perfektionswahns Noch nie waren ästhetische Eingriffe wie Botox, Filler und Lippenaufspritzungen so präsent – und so normalisiert – wie heute. Was früher ein Tabuthema war, wird inzwischen offen auf Social Media geteilt, von Influencerinnen beworben und als Self-Care verkauft. Besonders besorgniserregend: Die Klientel wird immer jünger. Frauen und Männer Anfang 20, teilweise sogar im Teenageralter, lassen sich behandeln – obwohl ihre Haut straff, prall und gesund ist. Als ganzheitlich arbeitende Kosmetikerin beobachte ich diese Entwicklung mit großer Sorge. Denn hinter dem Wunsch nach „Optimierung" stecken oft tieferliegende Probleme, und die Folgen für Haut und Psyche sind weitreichender als viele ahnen. Der Filter-Effekt: Wenn die digitale Realität zur Norm wird Die Ursachen für den Schönheitswahn bei jungen Menschen sind komplex, aber ein Faktor sticht für mich besonders hervor: die permanente Konfrontation mit vermeintlicher Perfektion in sozialen Medien. Selfies werden durch zahlreiche Filter gejagt, bis die eigene Erscheinung kaum noch zu erkennen ist. Poren verschwinden, Augen werden größer, Lippen voller, das Gesicht schmaler. Das Fatale, was ich immer wieder erlebe: Junge Menschen wachsen mit diesen gefilterten Bildern auf und verlieren das Gespür dafür, wie echte, natürliche Gesichter aussehen. Der eigene Blick in den Spiegel wird zum Schock – die Realität kann mit dem Bildschirmgesicht nicht mithalten. Die logische Konsequenz: Das echte Gesicht soll durch Eingriffe dem digitalen Ideal angeglichen werden. Hinzu kommt der gesellschaftliche Druck, ständig verfügbar, sichtbar und perfekt inszeniert zu sein. Die Anzahl der Likes wird zum Gradmesser für Selbstwert. Wer dem gängigen Schönheitsideal nicht entspricht, fühlt sich unsichtbar oder minderwertig. Die Schattenseiten ästhetischer Eingriffe bei junger Haut Was ich meinen Kundinnen immer wieder erkläre: Jede ästhetische Behandlung ist ein Eingriff in ein hochkomplexes, lebendiges System – unsere Haut. Und gerade junge Haut, die sich noch in ihrer natürlichen Reife befindet, reagiert besonders sensibel. Langfristige Hautveränderungen Ich sehe es in meiner Praxis immer häufiger: Regelmäßige Botox-Behandlungen können zu einer Schwächung der Muskulatur führen. Die Mimik wird eingeschränkt, das Gesicht wirkt maskenhaft. Bei sehr jungen Menschen, deren Gesichtszüge sich noch entwickeln, kann dies die natürliche Ausdrucksfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen. Hyaluronsäure-Filler dehnen das Gewebe. Lässt die Wirkung nach, kann die Haut erschlafft wirken – ein Teufelskreis entsteht, der immer mehr Behandlungen nach sich zieht. Ich beobachte Übertreibungen, die zum sogenannten „Pillow Face" führen, einem unnatürlich aufgedunsenen Erscheinungsbild. Gesundheitliche Risiken Allergische Reaktionen, Entzündungen, Infektionen, Nervenschädigungen, Durchblutungsstörungen – ich könnte die Liste möglicher Komplikationen noch lange fortsetzen. Auch wenn schwerwiegende Zwischenfälle selten sind, bleiben sie ein Risiko. Besonders problematisch finde ich: Viele junge Menschen lassen sich von unqualifizierten Anbietern behandeln, weil die Preise verlockend günstig sind. Die psychologische Dimension Der eigentliche Kern des Problems liegt jedoch tiefer, und das erlebe ich täglich in meinen Beratungsgesprächen: Ästhetische Eingriffe behandeln Symptome, nicht Ursachen. Wer mit 22 Jahren meint, sein Gesicht „optimieren" zu müssen, leidet nicht an einem ästhetischen, sondern an einem psychischen Problem. Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen ist Ausdruck von mangelndem Selbstwert, Unsicherheit und dem Gefühl, nicht genug zu sein. Die Gefahr, die ich beobachte: Nach dem ersten Eingriff folgt oft der nächste. Die Schwelle sinkt, das kritische Auge wird geschärft, neue „Makel" werden entdeckt. Es entsteht eine Abhängigkeit von äußerer Veränderung, die nie zu innerer Zufriedenheit führt. Was bedeutet das für die Zukunft? Wenn wir die aktuelle Entwicklung nicht kritisch hinterfragen, befürchte ich, dass eine Generation heranwächst, die: den Kontakt zu ihrer natürlichen Schönheit verloren hat echte, lebendige Gesichter als „alt" oder „ungepflegt" wahrnimmt bereits in jungen Jahren in einen Kreislauf aus Eingriffen gerät erhebliche Kosten für ästhetische Behandlungen aufwendet, die sie langfristig finanziell belasten mit 40 oder 50 Jahren nicht mehr weiß, wie ihr eigenes Gesicht ohne Eingriffe aussehen würde Hinzu kommt eine gesellschaftliche Dimension, die mich umtreibt: Wenn Natürlichkeit zur Ausnahme wird, steigt der Druck auf alle, die sich gegen Eingriffe entscheiden. Authentizität wird zum Luxusgut. Wie ich als ganzheitliche Kosmetikerin berate und gegensteuere Als Kosmetikerin trage ich eine besondere Verantwortung, dessen bin ich mir bewusst. Ich bin oft die erste Ansprechpartnerin, wenn es um Hautgesundheit und Schönheit geht. Ich habe die Chance – und ich sehe es als meine Pflicht – aufzuklären, zu sensibilisieren und echte Alternativen aufzuzeigen. 1. Aufklärung statt Verkaufen Wenn eine junge Kundin zu mir kommt und den Wunsch nach Botox oder Fillern äußert, gehe ich nicht sofort in den Verkaufsmodus oder verweise sie an Ärzte. Stattdessen stelle ich Fragen: Was genau stört dich an deinem Aussehen? Seit wann empfindest du das so? Gibt es ein konkretes Ereignis, das diese Unzufriedenheit ausgelöst hat? Wie würdest du dich fühlen, wenn der Eingriff nicht das gewünschte Ergebnis bringt? Diese Fragen helfen mir, die wahren Motive zu ergründen, und zeigen meiner Kundin, dass ich sie als Mensch ernst nehme, nicht nur als Kundin. 2. Die Schönheit der Jugend sichtbar machen Viele junge Menschen haben verlernt, ihre eigene Schönheit zu sehen. Hier setze ich an: Ich zeige meinen Kundinnen, wie gesund, straff und lebendig ihre Haut ist Ich erkläre die Funktionen der Haut und was sie leistet Ich mache deutlich, dass glatte, pralle Haut ein Privileg der Jugend ist, das nicht „verbessert" werden muss Ich verwende keine Filter bei Vorher-Nachher-Fotos – ich zeige echte Haut! 3. Ganzheitliche Hautpflege als echte Alternative Statt invasiver Eingriffe biete ich meinen Kundinnen wirksame, hautfreundliche Alternativen: Professionelle Gesichtsbehandlungen, die die Hautgesundheit nachhaltig fördern Individuelle Pflegekonzepte, die ich auf den jeweiligen Hauttyp abstimme Aufklärung über Ernährung, Schlaf, Stressmanagement – Faktoren, die die Haut weit mehr beeinflussen als jeder Filler Techniken wie Gesichtsmassagen, Lymphdrainage, Mikroneedling (in angemessenem Rahmen) Mein ganzheitlicher Ansatz bedeutet: Ich behandle nicht nur die Haut, sondern kümmere mich um den ganzen Menschen. 4. Selbstwertarbeit als Teil meiner Beratung Ich bin keine Psychologin, aber ich kann Impulse geben: Ich ermutige meine Kundinnen, sich kritisch mit ihrem Social-Media-Konsum auseinanderzusetzen Ich spreche offen über Filterwahn und unrealistische Schönheitsideale Ich verweise bei tief sitzenden Problemen an entsprechende Fachleute. Ich schaffe in meinem Institut einen Raum, in dem Natürlichkeit wertgeschätzt wird. 5. Ein klares Nein aussprechen Manchmal ist es meine Aufgabe, auch „Nein" zu sagen – oder zumindest dringend abzuraten. Wenn eine 19-Jährige mit perfekter Haut zu mir kommt und Botox möchte, habe ich den Mut, deutlich zu machen: Das brauchst du nicht. Du bist schön, wie du bist. Das mag wirtschaftlich nicht immer klug erscheinen, aber ich sehe es als ethisch geboten an. Langfristig schätzen mich meine Kundinnen genau dafür – weil ich ihr Wohl über meinen Umsatz stelle. 6. Vorbildfunktion leben Ich bin selbst ein Beispiel für gesunde, gepflegte, aber natürliche Haut. Ich spreche offen über meine eigene Haltung zu ästhetischen Eingriffen. Ich zeige, dass Schönheit viele Gesichter hat – auch solche mit Lachfalten, individuellen Zügen und echter Mimik. Mein Fazit: Schönheit ist mehr als Perfektion Die Fixierung junger Menschen auf ästhetische Eingriffe ist für mich ein Warnsignal. Sie zeigt, wie sehr digitale Scheinwelten unsere Wahrnehmung verzerren und wie fragil das Selbstwertgefühl vieler junger Menschen ist. Als ganzheitlich arbeitende Kosmetikerin sehe ich meine Chance darin, Gegenpol zu sein: Ich kann aufklären, stärken und eine Alternative aufzeigen. Ich kann zeigen, dass echte Schönheitspflege bedeutet, die Haut gesund zu erhalten, ihre natürlichen Funktionen zu unterstützen und den Menschen dahinter zu sehen. Junge Haut braucht keine Optimierung. Sie braucht Schutz, Pflege und vor allem: Wertschätzung. Genau das vermittle ich – mit Fachwissen, Empathie und dem Mut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Denn wahre Schönheit liegt nicht in der Perfektion, sondern in der Authentizität. In einem Gesicht, das lacht, weint, lebt – und echt ist. ________________________________________ Petra Schreiber – Für Schönheit, die von innen kommt und außen strahlt.
von Petra Schreiber 8. Dezember 2025
Winterhaut ganzheitlich verstehen und pflegen Der Winter stellt unsere Haut vor besondere Herausforderungen. Kalte Außenluft, trockene Heizungsluft und der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Temperaturen – all das beansprucht unsere Hautbarriere enorm. Doch Winterhaut ist mehr als nur ein kosmetisches Thema. Sie spiegelt wider, wie unser gesamter Organismus auf die Jahreszeit reagiert. Die Haut als Spiegel des Winterstoffwechsels In der kalten Jahreszeit verändert sich unser gesamter Stoffwechsel. Die Talgproduktion der Haut nimmt ab, die Durchblutung wird reduziert, und die natürliche Feuchtigkeitsregulation funktioniert nicht mehr so effizient wie im Sommer. Gleichzeitig benötigt unser Immunsystem mehr Energie, um uns vor Infekten zu schützen – Energie, die dann manchmal für die Regeneration der Haut fehlt. Hinzu kommt: Unser Vitamin-D-Spiegel sinkt durch die reduzierten Sonnenstunden. Dieses wichtige Vitamin spielt aber eine zentrale Rolle für die Hautgesundheit und Zellregeneration. Auch unser Trinkverhalten ändert sich – wir greifen seltener zum Wasserglas, wenn es draußen kalt ist. Die Folge: Der Körper wird von innen zu wenig mit Feuchtigkeit versorgt, was sich direkt auf die Haut auswirkt. Ganzheitliche Pflege beginnt im Inneren Eine wirklich wirksame Winterhautpflege setzt daher auf mehreren Ebenen an. Die richtige Gesichtscreme ist wichtig, aber sie ist nur ein Baustein. Mindestens genauso bedeutsam sind ausreichend Flüssigkeit (auch wenn das Durstgefühl fehlt), eine vitaminreiche Ernährung mit gesunden Fetten und Omega-3-Fettsäuren sowie Stressmanagement. Chronischer Stress verschlechtert nachweislich die Hautbarriere und verstärkt Entzündungsprozesse. Auch die Bewegung an der frischen Luft spielt eine wichtige Rolle: Sie fördert die Durchblutung, bringt Sauerstoff in die Zellen und stärkt das Immunsystem. Ein Spaziergang im Tageslicht hilft zudem der Vitamin-D-Produktion und reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus – beides essenziell für gesunde Haut. Die richtige Pflege zur richtigen Zeit In der professionellen Winterhautpflege setze ich auf reichhaltigere Texturen mit hochwertigen Pflanzenölen und Ceramiden, die die Hautbarriere stärken. Dabei geht es nicht darum, einfach nur „mehr" zu pflegen, sondern gezielt das zu geben, was die Haut jetzt wirklich braucht. Eine individuelle Hautanalyse zeigt, ob die Haut eher Feuchtigkeit, Lipide oder beides benötigt. Regelmäßige professionelle Behandlungen im Winter sind besonders wertvoll: Sie versorgen die Haut intensiv, regen die Zellerneuerung an und können Hautproblemen vorbeugen, bevor sie entstehen. Gleichzeitig sind diese Termine auch ein Moment der Entspannung und Achtsamkeit – eine Pause vom hektischen Alltag, in der Sie sich um sich selbst kümmern dürfen. Winterhaut als Chance Betrachten Sie die besondere Aufmerksamkeit, die Ihre Haut im Winter braucht, als Einladung: zu mehr Selbstfürsorge, zu bewussteren Ritualen, zu einem ganzheitlichen Blick auf Ihre Gesundheit. Ihre Haut ist nicht nur eine Hülle, sondern ein lebendiges Organ, das im ständigen Austausch mit Ihrem gesamten Körper steht. In meinem Institut erlebe ich immer wieder, wie eine durchdachte, individuelle Winterpflege nicht nur das Hautbild verbessert, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigert. Denn wenn wir uns in unserer Haut wohlfühlen, strahlt das nach außen. Petra Schreiber – Neroli Cosmetics Ganzheitliche Hautpflege mit Herz und Expertise
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